Damit ihr mal einen kleinen Eindruck in meine bisherige Reiseroute habt, zeig ich euch mit diesen Bildern meinen Weg durch die Nordinsel und die Südinsel (bis jetzt). Ich hoffe ihr könnt das ungefähr entziffern, ich hab zumindest versucht mir Mühe zu geben... Das was eingekreist ist, sind meistens nur Städte, in denen wir länger waren. Wir haben natürlich auch fernab der Städte viel gemacht und sind Küsten hoch und runtergefahren oder gelaufen.
Mittwoch, 26. Januar 2011
Dienstag, 25. Januar 2011
Faulenzen auf höchstem Niveau
Da diese Woche aus bummeln, shoppen und sonnen bestand, gibt es diesmal nur ein paar Bilder, die unsere Faulheit der letzten Woche widerspiegeln. Jule hat uns jetzt auch wieder velassen... :(
Wir sind also immer noch in Christchurch bei Matt, der uns über seinen Urlaub sein Haus überlassen hat und genießen die Freuden des Duschens, warmen Essens und Internet. Bis 28.1. werden wir wohl noch hierbleiben bis es schließlich wieder heißt: Wohin soll denn die Reise gehen?
Wir sind also immer noch in Christchurch bei Matt, der uns über seinen Urlaub sein Haus überlassen hat und genießen die Freuden des Duschens, warmen Essens und Internet. Bis 28.1. werden wir wohl noch hierbleiben bis es schließlich wieder heißt: Wohin soll denn die Reise gehen?
| bisschen psycho, aber hey ERDBEERZUCKERWATTE!! |
| Akaroa- eine Stadt, die sich im Krater eines Vulkans befindet |
| ein Blick in den Krater |
| Zeitvertreib am Strand bei Birdlings Flat |
| Christchurch Cathedral, das Wahrzeichen der Stadt |
| Mitten in der Stadt eine Fotoausstellung: Ostdeutschland nach dem Mauerfall und nochmal 10 Jahre später, hier meine geliebte Neustadt. Da kam Freude auf! (1991-2001) |
| und nochmal Dresden, hier die Sebnitzer Straße (1991-2001) |
| in Christchurch fahren wie in Venedig Gondeln auf dem Fluss |
| In Christchurch findet zur Zeit das "World Buskers Festival" statt. Das heißt Straßenkünstler aus aller Welt zeigen ihr Können. Hier: Wie kommt man am besten durch einen Klodeckel? |
| Spaß auf der Schaukel, auch, wenns Marie nicht hinbekommt :) |
| Strand in unserer Nähe, und ja, Anne war baden! |
Dienstag, 18. Januar 2011
Ungewaschen und im ZickZack quer durch die Südinsel
Und schon wieder ist eine Woche um, Leute wie die Zeit vergeht ist wirklich etwas beängstigend.
Vom kleinen Hippiedorf Takaka ging es weiter Richtung Abenteuer. Halt gemacht wurde unterwegs am Lake Rotoroa, wo wir leider nach 2 Sekunden Autotür offen feststellten, dass wir hier nicht bleiben wollten. Denn schon nach kurzer Öffnung befanden sich ca. 20 Sandflies im Auto. Wir schnell raus, schnell Foto, schnell gemerkt, es geht nicht mehr und wieder rein ins Auto. Eine wahre Invasion. Da sollen wir uns dran gewöhnen? Niemals! Auch auf unserem Campsite für die Nacht stachen sie uns wieder ununterbrochen in Fuß und Hand, denn alles andere war bereits dick eingepackt. Das einzige gute an ihnen ist, nachts gehen sie schlafen- zum Glück!
Am nächsten Morgen brachen wir weiter von der Golden Bay Richtung Westküste, genauer gesagt Westport auf. Unterwegs wurde an den Maruia Falls und Cape Foulwind Halt gemacht, wobei beim letzteren wieder Robben und auch Wekas gesichtet wurden. Wekas sind kleine hässliche Vögel, die nicht fliegen können und deren einzige Angewohnheit es ist, Menschen zu nerven, hab ich zumindest das Gefühl. Kaum packten wir was zu essen aus, wollten sie es haben und scheuten auch nicht mir in den Fuß zu hacken und fast ins Auto einzusteigen. Unterkunft gab es für die nächsten Tage in der Nähe von Westport bei Couchsurfinghost Dave in einer ziemlich coolen umgebauten Scheune. Dort genossen wir neben ordentlicher Rockmusik und guter Filme auch ein nettes Lagerfeuer.
Ein Tag autofrey sollte genügen, denn der Weg ging weiter erst Richtung Süden und dann weiter an die Ostküste. Wer sich vielleicht unsere Route mal auf einer Karte anschaut oder angeschaut hat, wird feststellen, dass wir ziemlich im Zickzack fahren. Das machen wir allerdings mit Absicht so, immer über die Pässe von Westen nach Osten und wieder zurück. Schließlich wollen wir alles abdecken und viel gesehen haben! Halt machten wir an Bilderbuchstränden und in Punakaiki, das zuhause der bekannten „Pancake Rocks“ (Pfannkuchen Felsen). Diese heißen deswegen so, weil sie genau wie aufeinandergestapelte Pfannkuchen aussahen, durchsetzt mit sogenannten „Blowholes“, in denen das Wasser nur so „hochgeblasen“ wird. Sehr beeindruckend und wunderschön anzusehen! Diese Pancake Rocks sind verschiedene Sedimentschichten, die durch den Druck des Meerwassers zusammengepresst wurden und durch die Plattenverschiebung an die Oberfläche kamen. Außerdem sind Wind und Wetter natürlich auch ein Faktor für das heutige Aussehen.
In der größten Stadt der Westküste Greymouth, die vielleicht einigen durch die aktuelle Zeitung bekannt ist, denn vor ca. 4 Wochen gab es hier ein schreckliches Minenunglück, bei dem 29 Leute starben, machten wir auch kurz Halt. Jedoch nur um uns mit 3l Wein und ordentlichem Essen (kalte Spagetti aus der Dose…) einzudecken. Geschlafen wurde nach einem kleinen Walk zum Point Elizabeth und einem wunderschönen Sonnenuntergang am Meer, der durch den Wein noch schöner wurde, direkt im Zelt am Strand. Mit Meeresrauschen im Ohr schläft es sich gut- denkste, unsere geliebten Wekas hielten uns mal wieder wach, denn man könnte ja im Müll etwas Essbares finden.
Der nächste Tag war wieder ein anstrengender Fahrtag, denn über den Lewis Pass, der West- und Ostküste verbindet, fuhren wir nach Kaikoura. Unterwegs gab es die südlichen Alpen, leider nur noch mit wenig Schnee, ein umwerfendes Valley und die Touristenstadt Hanmer Springs zu bestaunen. Zum Glück sind die Sandflies an der Ostküste, wenn überhaupt vorhanden, nicht so aggressiv, sodass wir eine relativ ruhige Nacht nähe Kaikoura auf einen Campingplatz verbringen konnten. Zum Thema Campingplätze hier: Wir zelten vorrangig auf „Basiccampingplätzen“, diese sind kostenlos, meistens gibt es da aber nur ein WC. Dann gibt es die „Standardcampingplätze“, bei denen schon Trinkwasser und WC’s gestellt werden, die allerdings um die 6$ pro Nacht kosten. Die „Servicecampingplätze“ beinhalten kalte Duschen und sind auch dementsprechend teurer. Da wir meistens die Nächte auf Basicplätzen oder einfach wild campend verbringen, sparen wir unheimlich an Unterkunftsausgaben, heißt, wir bezahlen quasi nichts für Unterkunft. Alle 4-5 Tage mal bei einem Couchsurfer duschen oder auch mal Haare waschen in dem Waschbecken auf dem Behindertenklo, ist unser Luxus auf den wir uns immer freuen. Man gewöhnt sich auch schnell an die mangelnde Hygiene. Was passt besser zu kalten Dosenspagetti und jeden Tag Haferflocken mit Milchpulver, welches in kalten Wasser eingerührt wird (so schmeckt es auch), als fettige Haare und unrasierte Achseln- so muss das sein! ;-) Nein, so schlimm ist es nicht. Keine Angst. Wir gönnen uns schon ab und zu mal was (Montag ist jetzt der Ich-gönn-mir-was-Tag) und wir essen auch zwei Mahlzeiten am Tag, wenn auch nicht sehr abwechslungsreich.
Wo wir grade beim Thema Essen sind. Unser Frühstück fand in Kaikoura am Meer Stadt und was sehen wir natürlich beim Blick auf Meer und den Mund voller Haferflocken? Da springen doch nicht wirklich Delphine aus dem Wasser! Dieser Moment war wirklich wie im Film, einfach großartig. Kaikoura ist als Heimat von Delphinen und Walen bekannt, denn im Meer vor Kaikoura befinden sich viele Nährstoffe im Meer, die diese Tiere einfach zum fressen gern haben.
Ich musste eben das Schreiben für 15 Minuten unterbrechen, denn wenn man schon nicht mit Essen oder Hygiene verwöhnt wird, so wird man es hier auf jeden Fall mit Sonnenuntergängen. Und, wenn dieser dann noch auf Alpen und Meer trifft… einfach traumhaft.
Weiter im Text. In Kaikoura ist deswegen auch die Hauptattraktion, neben dem umwerfenden Panorama von Südalpen im Hintergrund und Meer im Vordergrund, Schwimmen mit Delphinen oder Robben oder Fahrten rauf aufs Meer um Delphine, Albatrosse oder Wale in freier Wildbahn zu beobachten. Da ja am nächsten Tag Montag war, gönnten Marie und ich uns eine „Whale Watching Tour“ (Wale besichtigen) . Nicht grade billig, aber, da ich ja bald Geburtstag habe…;-)
Mit dem Boot und ca. 50 anderen älteren deutschen Touristen ging es ab aufs Meer und auf die Suche nach Walen. Neben hohen Wellen und einem wachsenden mulmigen Gefühl in der Bauchgegend fanden wir allerdings nicht viel. Plötzlich tauchten viele Albatrosse auf, im Übrigen die Vögel mit der größten Flügelspannweite, diese kann nämlich bis zu 3,3 m betragen. Aber für die waren wir ja nicht hier. Raus aufs Deck nach Walen suchen, runter wieder sitzen und anderen beim Übergeben zuhören und wieder raus. So ging es ungefähr 2 Stunden bis wir den ersten „Wal“ sahen, es blieb nur eine Schwanzflosse übrig und es sollte eine Stunde dauern bis er wieder auftaucht. Die Crew versprach uns schon ein Teil des Geldes zurück… spitze. Auf dem Rückweg allerdings sollte sich das Geld doch noch bezahlt machen, denn plötzlich trafen wir auf einen Pottwal! Der lag da einfach ganz gechillt im Wasser rum und außer einigen Fontänen und den Rücken sah man nicht viel. Aber trotzdem wahnsinnig beeindruckend, wie auch nicht bei 17 m. Plötzlich tauchte der Wal ab und man sah dieses typische Bild von einem abtauchenden Wal, die Schwanzflosse. Wahnsinn! Zurück an Land als endlich die Übelkeit abgeklungen war, freuten wir uns, dass wir trotz gesehenen Wal, viel viel Geld zurück bekamen. Yay, da hat man einen Wal gesehen und kann sich sogar bald wieder was leisten. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt! Was sagt ihr, Bungey Springen oder Skydiven (Fallschirmspringen)?? Ich kann mich nicht entscheiden… ;-)
Heute verbringen wir noch unsere letzte Nacht Nähe Kaikoura in einem Wald, in dem wir schon Wildschweine gesichtet haben… aber sonst geht’s mir gut:) Morgen geht es weiter nach Christchurch, Erdbebenhochburg überhaupt. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich ein kleines erlebt habe? Auch nicht so spektakulär, wie ich gedacht hatte.
Kleiner Nachtrag aus Christchurch. Nachdem uns Kaikoura zum Abschied nochmals mit Delphinen verwöhnte: Dauerregen. Aber das stört nicht, denn Christchurch gefällt mir jetzt schon und das Haus des Couchsurfers ist zwar weit ab vom Schuss, dafür aber groß und gemütlich. Und der Blick aus den Fenstern ist… grandios. Frisch gewaschen bin ich auch:)
Jetzt wisst ihr wieder, dass es mir gut geht und, dass hier wie immer alles schick ist. Bis bald also…
eure Anne
Vom kleinen Hippiedorf Takaka ging es weiter Richtung Abenteuer. Halt gemacht wurde unterwegs am Lake Rotoroa, wo wir leider nach 2 Sekunden Autotür offen feststellten, dass wir hier nicht bleiben wollten. Denn schon nach kurzer Öffnung befanden sich ca. 20 Sandflies im Auto. Wir schnell raus, schnell Foto, schnell gemerkt, es geht nicht mehr und wieder rein ins Auto. Eine wahre Invasion. Da sollen wir uns dran gewöhnen? Niemals! Auch auf unserem Campsite für die Nacht stachen sie uns wieder ununterbrochen in Fuß und Hand, denn alles andere war bereits dick eingepackt. Das einzige gute an ihnen ist, nachts gehen sie schlafen- zum Glück!
Am nächsten Morgen brachen wir weiter von der Golden Bay Richtung Westküste, genauer gesagt Westport auf. Unterwegs wurde an den Maruia Falls und Cape Foulwind Halt gemacht, wobei beim letzteren wieder Robben und auch Wekas gesichtet wurden. Wekas sind kleine hässliche Vögel, die nicht fliegen können und deren einzige Angewohnheit es ist, Menschen zu nerven, hab ich zumindest das Gefühl. Kaum packten wir was zu essen aus, wollten sie es haben und scheuten auch nicht mir in den Fuß zu hacken und fast ins Auto einzusteigen. Unterkunft gab es für die nächsten Tage in der Nähe von Westport bei Couchsurfinghost Dave in einer ziemlich coolen umgebauten Scheune. Dort genossen wir neben ordentlicher Rockmusik und guter Filme auch ein nettes Lagerfeuer.
Ein Tag autofrey sollte genügen, denn der Weg ging weiter erst Richtung Süden und dann weiter an die Ostküste. Wer sich vielleicht unsere Route mal auf einer Karte anschaut oder angeschaut hat, wird feststellen, dass wir ziemlich im Zickzack fahren. Das machen wir allerdings mit Absicht so, immer über die Pässe von Westen nach Osten und wieder zurück. Schließlich wollen wir alles abdecken und viel gesehen haben! Halt machten wir an Bilderbuchstränden und in Punakaiki, das zuhause der bekannten „Pancake Rocks“ (Pfannkuchen Felsen). Diese heißen deswegen so, weil sie genau wie aufeinandergestapelte Pfannkuchen aussahen, durchsetzt mit sogenannten „Blowholes“, in denen das Wasser nur so „hochgeblasen“ wird. Sehr beeindruckend und wunderschön anzusehen! Diese Pancake Rocks sind verschiedene Sedimentschichten, die durch den Druck des Meerwassers zusammengepresst wurden und durch die Plattenverschiebung an die Oberfläche kamen. Außerdem sind Wind und Wetter natürlich auch ein Faktor für das heutige Aussehen.
In der größten Stadt der Westküste Greymouth, die vielleicht einigen durch die aktuelle Zeitung bekannt ist, denn vor ca. 4 Wochen gab es hier ein schreckliches Minenunglück, bei dem 29 Leute starben, machten wir auch kurz Halt. Jedoch nur um uns mit 3l Wein und ordentlichem Essen (kalte Spagetti aus der Dose…) einzudecken. Geschlafen wurde nach einem kleinen Walk zum Point Elizabeth und einem wunderschönen Sonnenuntergang am Meer, der durch den Wein noch schöner wurde, direkt im Zelt am Strand. Mit Meeresrauschen im Ohr schläft es sich gut- denkste, unsere geliebten Wekas hielten uns mal wieder wach, denn man könnte ja im Müll etwas Essbares finden.
Der nächste Tag war wieder ein anstrengender Fahrtag, denn über den Lewis Pass, der West- und Ostküste verbindet, fuhren wir nach Kaikoura. Unterwegs gab es die südlichen Alpen, leider nur noch mit wenig Schnee, ein umwerfendes Valley und die Touristenstadt Hanmer Springs zu bestaunen. Zum Glück sind die Sandflies an der Ostküste, wenn überhaupt vorhanden, nicht so aggressiv, sodass wir eine relativ ruhige Nacht nähe Kaikoura auf einen Campingplatz verbringen konnten. Zum Thema Campingplätze hier: Wir zelten vorrangig auf „Basiccampingplätzen“, diese sind kostenlos, meistens gibt es da aber nur ein WC. Dann gibt es die „Standardcampingplätze“, bei denen schon Trinkwasser und WC’s gestellt werden, die allerdings um die 6$ pro Nacht kosten. Die „Servicecampingplätze“ beinhalten kalte Duschen und sind auch dementsprechend teurer. Da wir meistens die Nächte auf Basicplätzen oder einfach wild campend verbringen, sparen wir unheimlich an Unterkunftsausgaben, heißt, wir bezahlen quasi nichts für Unterkunft. Alle 4-5 Tage mal bei einem Couchsurfer duschen oder auch mal Haare waschen in dem Waschbecken auf dem Behindertenklo, ist unser Luxus auf den wir uns immer freuen. Man gewöhnt sich auch schnell an die mangelnde Hygiene. Was passt besser zu kalten Dosenspagetti und jeden Tag Haferflocken mit Milchpulver, welches in kalten Wasser eingerührt wird (so schmeckt es auch), als fettige Haare und unrasierte Achseln- so muss das sein! ;-) Nein, so schlimm ist es nicht. Keine Angst. Wir gönnen uns schon ab und zu mal was (Montag ist jetzt der Ich-gönn-mir-was-Tag) und wir essen auch zwei Mahlzeiten am Tag, wenn auch nicht sehr abwechslungsreich.
Wo wir grade beim Thema Essen sind. Unser Frühstück fand in Kaikoura am Meer Stadt und was sehen wir natürlich beim Blick auf Meer und den Mund voller Haferflocken? Da springen doch nicht wirklich Delphine aus dem Wasser! Dieser Moment war wirklich wie im Film, einfach großartig. Kaikoura ist als Heimat von Delphinen und Walen bekannt, denn im Meer vor Kaikoura befinden sich viele Nährstoffe im Meer, die diese Tiere einfach zum fressen gern haben.
Ich musste eben das Schreiben für 15 Minuten unterbrechen, denn wenn man schon nicht mit Essen oder Hygiene verwöhnt wird, so wird man es hier auf jeden Fall mit Sonnenuntergängen. Und, wenn dieser dann noch auf Alpen und Meer trifft… einfach traumhaft.
Weiter im Text. In Kaikoura ist deswegen auch die Hauptattraktion, neben dem umwerfenden Panorama von Südalpen im Hintergrund und Meer im Vordergrund, Schwimmen mit Delphinen oder Robben oder Fahrten rauf aufs Meer um Delphine, Albatrosse oder Wale in freier Wildbahn zu beobachten. Da ja am nächsten Tag Montag war, gönnten Marie und ich uns eine „Whale Watching Tour“ (Wale besichtigen) . Nicht grade billig, aber, da ich ja bald Geburtstag habe…;-)
Mit dem Boot und ca. 50 anderen älteren deutschen Touristen ging es ab aufs Meer und auf die Suche nach Walen. Neben hohen Wellen und einem wachsenden mulmigen Gefühl in der Bauchgegend fanden wir allerdings nicht viel. Plötzlich tauchten viele Albatrosse auf, im Übrigen die Vögel mit der größten Flügelspannweite, diese kann nämlich bis zu 3,3 m betragen. Aber für die waren wir ja nicht hier. Raus aufs Deck nach Walen suchen, runter wieder sitzen und anderen beim Übergeben zuhören und wieder raus. So ging es ungefähr 2 Stunden bis wir den ersten „Wal“ sahen, es blieb nur eine Schwanzflosse übrig und es sollte eine Stunde dauern bis er wieder auftaucht. Die Crew versprach uns schon ein Teil des Geldes zurück… spitze. Auf dem Rückweg allerdings sollte sich das Geld doch noch bezahlt machen, denn plötzlich trafen wir auf einen Pottwal! Der lag da einfach ganz gechillt im Wasser rum und außer einigen Fontänen und den Rücken sah man nicht viel. Aber trotzdem wahnsinnig beeindruckend, wie auch nicht bei 17 m. Plötzlich tauchte der Wal ab und man sah dieses typische Bild von einem abtauchenden Wal, die Schwanzflosse. Wahnsinn! Zurück an Land als endlich die Übelkeit abgeklungen war, freuten wir uns, dass wir trotz gesehenen Wal, viel viel Geld zurück bekamen. Yay, da hat man einen Wal gesehen und kann sich sogar bald wieder was leisten. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt! Was sagt ihr, Bungey Springen oder Skydiven (Fallschirmspringen)?? Ich kann mich nicht entscheiden… ;-)
Heute verbringen wir noch unsere letzte Nacht Nähe Kaikoura in einem Wald, in dem wir schon Wildschweine gesichtet haben… aber sonst geht’s mir gut:) Morgen geht es weiter nach Christchurch, Erdbebenhochburg überhaupt. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich ein kleines erlebt habe? Auch nicht so spektakulär, wie ich gedacht hatte.
Kleiner Nachtrag aus Christchurch. Nachdem uns Kaikoura zum Abschied nochmals mit Delphinen verwöhnte: Dauerregen. Aber das stört nicht, denn Christchurch gefällt mir jetzt schon und das Haus des Couchsurfers ist zwar weit ab vom Schuss, dafür aber groß und gemütlich. Und der Blick aus den Fenstern ist… grandios. Frisch gewaschen bin ich auch:)
Jetzt wisst ihr wieder, dass es mir gut geht und, dass hier wie immer alles schick ist. Bis bald also…
eure Anne
| Lake Rotoroa mit Sandfly-Invasion |
| auch solche Bilder müssen mal sein: unser Abendbrot kalte Spagetti mit Sandwichkäse und Maggi-yummy |
| Maruia Falls |
| Cape Foulwind |
| Alle vereint: Clara (zumindest fast), Jana, Maria und fast alle Dresdner:) bin doch gar nicht sooo weit weg^^ |
| Weka... |
| Bilderbuchstrand |
| Punakaiki |
| ...unbetonierte Straßen machens möglich, Marie die Künstlerin |
| Pancake Rocks |
| unsre Nacht am Strand |
| Anstoßen mit Sonnenuntergang, so muss das sein |
| Schlafplatz am Meer |
| Kaikoura: Alpen vs. Meer |
| Damit sollen wir auf die Suche nach Walen gehen?!? |
| Kaptän "hört" nach Walen |
| Da ist er! Schade, dass man das auf Fotos immer nicht so gut erkennt, aber es war wirklich...gut. |
| wenn Blicke sich treffen... |
| direkt am Parkplatz |
| Jule mit Blick auf die Alpen und Kaikoura |
![]() |
| der besagte Sonnenuntergang, für ihn legte ich sogar mein Netbook weg:) |
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| Kaikoura |
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| unser derzeitiger Blick aus dem Fenster |
Montag, 10. Januar 2011
Backpackerleben auf der Golden Bay
Unsere Reise sollte sich also nun zu viert auf der südlichen Insel Neuseeland fortsetzen. Die Fähre trug uns früh um 3 von der wunderschönen Hauptstadt Wellington nach Picton, der erste Fleck der Südinsel, den wir sehen sollten. Angekommen dort...regnete es, wie auch nicht, ich sage euch, wenn Freys mal verreisen (Papa...). Dementsprechend war auch die Stimmung, denn von den versprochenen umwerfenden Marlborough Sounds sahen wir nichts. Frustriert und alle im Halbschlaf fuhren wir weiter nach Nelson um dort auf einem Picknickplatz am Highway illegal zu campen. Jonas und ich verbrachten unsere erste Nacht im Auto, auch ein Erlebnis.
Zum Glück hatte sich das Wetter ausgeregnet und machte es den nächsten Tag mit viel Sonne wieder gut. Nelson wurde als schön befunden und in Kaiteriteri im Abel National Park wurde der erste goldene Traumstrand zum Highlight des Tages. Trotz vieler Touristen einfach traumhaft!
Schlafen sollten wir im Kohurangi National Park, einer der größten Nationalparks Neuseelands mit vielen verschiedenen Tier- und besonders Vogelarten (auch Kiwis werden hier wohl in der Nacht gesichtet). Dort fanden wir eine Informationshütte, wo wir unsere Isomatten und unser Luxuspicknick auspackten und die Nacht mehr schlecht als recht hinter uns brachten. Nach dem reichlichen Frühstück bestehend aus angeschimmelten Toast (ja, das ist Backpackerleben!!), wollte Jonas übermotiviert Wandern gehen, was jedoch nach einer Stunde abgebrochen wurde. Zumindest für uns Mädels, denn wir hatten Schlaf der Nacht nachzuholen. Plötzlich bekamen wir unseren neuen Todesfeind zu Gesicht: die Sandflies! Purer Hass! Kleine, total unschuldige Fliegen, die aussehen wie Obstfliegen, leider kleine krabbelnde und blutende Bisse hinterlassen... diese Schweine! Leider werden wir uns wohl an sie gewöhnen müssen, denn sie sind hier überall und grade an der Westküste extrem.
Weiter ging es zu unserem neuen Couchsurfinghost, denn nach 4 Tagen ohne Dusche und nur von Toastbrot leben, freut man sich doch mal wieder auf ein bisschen Wasser am Körper und ein, wie wir später erfahren sollten, rein organisches Essen. Denn Takaka, wo wir die nächsten drei Nächte im Zelt im Garten von Scott, einem ca. 50 jährigen Mann schlafen sollten, ist Hippiehochburg und wird in unserem Reiseführer als "Woodstock ohne Schlamm und Rock'n'Roll bezeichnet". Da hat er wohl ausnahmsweise mal recht. Scott gab uns gute Tipps für die Golden Bay, wie der nördliche Bereich der Südinsel genannt wird, die wir gleich am nächsten Tag in die Tat umsetzten. Wir liefen zu den Wainui Falls, ziemlich okaye Wasserfälle und legten uns danach stundenlang an einen goldenen Strand (daher auch der Name Golden Bay) und ließen uns die neuseeländische Sonne auf die Sonnencremekörper scheinen. Danach sammelten wir Muscheln, die es am Abend zum Essen geben sollte. Lecker waren sie.
Heute kam dann mein persönlicher Höhepunkt Neuseelands- bis jetzt. Früh um 6, um die Ebbe auszukosten, gingen wir auf Robbensuche am Wharariki Beach, der schönste Strand Neuseelands. Überall weiße Sanddünen und Felsen mit Höhlen- einfach beeindruckend. Schließlich fanden wir sogar zwei Robbenkolonien mit Robbenbabys. Ich wünschte ich könnte euch den Gestank dieser Tiere beschreiben, aber das ist leider nicht möglich. Was das Aussehen betrifft, denke ich, sagen die Fotos alles.
Auf dem Weg zurück wurde noch der Pillar Point mit Blick auf den Farewill Spit mitgenommen, eine 35 km lange Sandbank, die nur mit Touren betreten werden darf, und auch das klarste Wasser der Welt, welches in den Pupu Springs entspringt und nicht mal angefasst werden durfte.
Abgesehen des ersten Tages, ist es bis jetzt hier einfach atemberaubend. Anders, golden, einfach schön. Ich freu mich auf die weitere Reise quer durch die Insel. Wir haben zumindest Spaß:)
Zum Glück hatte sich das Wetter ausgeregnet und machte es den nächsten Tag mit viel Sonne wieder gut. Nelson wurde als schön befunden und in Kaiteriteri im Abel National Park wurde der erste goldene Traumstrand zum Highlight des Tages. Trotz vieler Touristen einfach traumhaft!
Schlafen sollten wir im Kohurangi National Park, einer der größten Nationalparks Neuseelands mit vielen verschiedenen Tier- und besonders Vogelarten (auch Kiwis werden hier wohl in der Nacht gesichtet). Dort fanden wir eine Informationshütte, wo wir unsere Isomatten und unser Luxuspicknick auspackten und die Nacht mehr schlecht als recht hinter uns brachten. Nach dem reichlichen Frühstück bestehend aus angeschimmelten Toast (ja, das ist Backpackerleben!!), wollte Jonas übermotiviert Wandern gehen, was jedoch nach einer Stunde abgebrochen wurde. Zumindest für uns Mädels, denn wir hatten Schlaf der Nacht nachzuholen. Plötzlich bekamen wir unseren neuen Todesfeind zu Gesicht: die Sandflies! Purer Hass! Kleine, total unschuldige Fliegen, die aussehen wie Obstfliegen, leider kleine krabbelnde und blutende Bisse hinterlassen... diese Schweine! Leider werden wir uns wohl an sie gewöhnen müssen, denn sie sind hier überall und grade an der Westküste extrem.
Weiter ging es zu unserem neuen Couchsurfinghost, denn nach 4 Tagen ohne Dusche und nur von Toastbrot leben, freut man sich doch mal wieder auf ein bisschen Wasser am Körper und ein, wie wir später erfahren sollten, rein organisches Essen. Denn Takaka, wo wir die nächsten drei Nächte im Zelt im Garten von Scott, einem ca. 50 jährigen Mann schlafen sollten, ist Hippiehochburg und wird in unserem Reiseführer als "Woodstock ohne Schlamm und Rock'n'Roll bezeichnet". Da hat er wohl ausnahmsweise mal recht. Scott gab uns gute Tipps für die Golden Bay, wie der nördliche Bereich der Südinsel genannt wird, die wir gleich am nächsten Tag in die Tat umsetzten. Wir liefen zu den Wainui Falls, ziemlich okaye Wasserfälle und legten uns danach stundenlang an einen goldenen Strand (daher auch der Name Golden Bay) und ließen uns die neuseeländische Sonne auf die Sonnencremekörper scheinen. Danach sammelten wir Muscheln, die es am Abend zum Essen geben sollte. Lecker waren sie.
Heute kam dann mein persönlicher Höhepunkt Neuseelands- bis jetzt. Früh um 6, um die Ebbe auszukosten, gingen wir auf Robbensuche am Wharariki Beach, der schönste Strand Neuseelands. Überall weiße Sanddünen und Felsen mit Höhlen- einfach beeindruckend. Schließlich fanden wir sogar zwei Robbenkolonien mit Robbenbabys. Ich wünschte ich könnte euch den Gestank dieser Tiere beschreiben, aber das ist leider nicht möglich. Was das Aussehen betrifft, denke ich, sagen die Fotos alles.
Auf dem Weg zurück wurde noch der Pillar Point mit Blick auf den Farewill Spit mitgenommen, eine 35 km lange Sandbank, die nur mit Touren betreten werden darf, und auch das klarste Wasser der Welt, welches in den Pupu Springs entspringt und nicht mal angefasst werden durfte.
Abgesehen des ersten Tages, ist es bis jetzt hier einfach atemberaubend. Anders, golden, einfach schön. Ich freu mich auf die weitere Reise quer durch die Insel. Wir haben zumindest Spaß:)
| Gollum in der Wetacave- Produktionsfirma von Herr der Ringe |
| Orc ahhhh |
| Wellington- ich weiß ja nicht wies euch geht, aber ich find das Foto prima-> Berge im Hintergrund |
| Wellington |
| letzter Abend auf der Nordinsel über Wellington mit Moscato in Plastebechern |
| Kaiteriteri |
| Kahurangi National Park- unser Blick aus dem Infohaus |
![]() |
| nochmal Kaiteriteri |
| beim Spekulatius(!!)essen in der Hütte |
| Wainui Falls |
| Totarunuistrand |
| Wharariki Beach |
| Babyrobbe:) |
![]() |
| Sanddüne |
| Farewill Spit |
| das klarste und sauberste Wasser der Welt |
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