Freitag, 18. März 2011

There and back again...

So lautet nicht nur der letzte Satz aus dem Buch, welches Bilbo Beutling über seine Abenteuer in Mittelerde schrieb, sondern nun auch der Titel meines letzten Blogeintrags.
Ich hatte eine Wahnsinnszeit im "Land der großen weißen Wolke" und so sehr ich mich in dieses Land und seine Landschaft, die Menschen und das Essen verliebt habe, freue ich mich trotzdem wieder in meiner kalten Heimatsstadt angekommen zu sein! Es war eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde und das habe ich (auch) den Menschen zu verdanken, die mich unterstützt haben. Ein "Danke" geht an meine Familie und meine Freunde, die immer hinter mir standen und mir ständig gesagt haben, dass ich das schaffen kann! Wie man sieht, haben eure lieben Worte geholfen. Danke nach Dresden, Cottbus, Schönaich, Berlin, Plossig, Leipzig, Südafrika, London, Schweden, Mailand, Australien und vor allem nach Neuseeland. Ich hoffe, ich habe alle erwischt. Fühlt euch gedrückt! Danke an meine Lieblingskiwifamilie die Tweedies und Pamela und David, ohne euch wär die Reise nicht das gleiche gewesen. Das größte Danke geht aber nun mal an Jonas und Marie, die mich in jeder Laune 24/7 ertragen mussten. Vergesst nicht zu Jammern, das können wir doch am besten!
Ich danke euch allen für die 6500 Aufrufe...Ich hoffe ihr hattet viel Spaß beim Lesen, ich hatte zumindest meinen Spaß beim Schreiben und wer weiß... vielleicht gibt es irgendwann eine Fortsetzung (ich hoffe doch) :-)

Als kleines Dankeschön fürs fleißige Lesen gibt es hier nochmal ein "Best of" mit den Fotos, die eigentlich keiner sehen sollte... (verzeiht die Bildqualität, musste sie kleiner machen)

Bis bald!
eure braungebrannte Anne

erster Tag mit Jonas in Auckland

nach unserem Autokauf

das erste Neuseeland Bier

Weihnachten in Otane

Weihnachtskarten

so cool bin ich!

Kurz vorm Start des Tongariro 4-Tages-Walks, noch motiviert

Mt. Ruapehu, schön wars!

Kiwis :)

Silvester 12.00 (bei euch Mitternacht) Anstoßen mit Wasser

wir sind Gollum!

nein.. Marie ist Gollum

ich, Jonas, Jule mit Blick auf Wellington

Strandspaziergang

der gute 3 Liter Wein...

Backpacker Style

in Maries Zelt "Vincent"

kurzer Zwischenhalt im Dorfgefängnis

Dienstag ist Pizzatag!

Heli-Flug... unschlagbar

auch Schneemänner wurden gebaut

viele viele Fotos wurden geknipst

steilste Straße in Dunedin

Zac und Marie beim Möhre mit Erdbeereis essen nach einer durchzechten Nacht, lustig wars

dick eingepackt am südlichsten Punkt Neuseelands

Forever young!

immer diese Touristen...

die Angst in der Höhle macht ein bisschen psycho, wie man sieht

es ist heeiß, viel zu heeeeeiß!!

irgendwann hat man keinen Bock mehr auf Wandern... hier im Milford Sound

                                                            
                                                            Ende der Neuseeland Reise

Dienstag, 15. März 2011

Die Stadt der Städte

Leider habe ich es nicht eher geschafft zu schreiben, aber hier ist schon mal mein Bericht über Sydney, bzw. Bilder. Denn Sydney war einfach großartig und mehr lässt sich nicht drüber berichten. Deswegen, seht selbst :)
Ich verspreche euch, es kommt die Tage noch ein langer Abschlussbericht! Lange müsst ihr also nicht mehr warten!!

Sydneys Panorama unschlagbar
Blick von Marcus Roys Terasse (der Sohn des Bruders meines Opas)
im Botanischen Garten trifft man auf allerlei lustige Vögel
HUÄH!
schaut mal genau hin: was sind das für Früchte?? FLUGHUNDE!

Donnerstag, 3. März 2011

Der Kreis schließt sich

Hier ist für die Interessierten nochmal unsere ganze Route auf der Südinsel:


Mittwoch, 2. März 2011

Nass.

Nach 6 Tagen wieder frischgeduscht und endlich auch mal wieder Haare gewaschen (Papa hätte gesagt "wir brauchen heute kein Fett zum Braten, Anne hats auf dem Kopf") sitz ich nun in Christchurch und kann euch über die vergangenen vier Tage im Busch berichten.

Wie schon erwähnt, verbrachten Jonas und ich die letzten Tage im Fjordland, genauer gesagt auf dem Milfordtrack, dem angeblich schönsten (und wahrscheinlich teuersten) Wanderweg der Welt. Und wir hatten ein Wahnsinnsglück! Denn von durchschnittlich 7 Meter Regen im Jahr (!) und ungefähr 17 Regentagen im Monat Februar hatten wir grade mal einen Regentag! Das ist fast ein Lottogewinn, nein nicht nur fast, ich würde sogar soweit gehen und sagen das war ein Lottogewinn!

Der erste Tag war recht angenehm. Das Wetter hat gestimmt, die Fähre über den Lake Te Anau zum Start des Tracks war schön und auch die nur 5 km lange Wanderung durch einen Urwald war recht angenehm. In der ersten Hut lernten wir unsere Mitstreiter kennen. Denn da nur 40 Wanderer (+ 40 geführte Wanderer mit Guide) am Tag zugelassen sind, liefen wir 4 Tage mit den gleichen Leuten. Ein bisschen Ferienlageratmosphäre. Beim Vorstellen der Leute erlebten wir unser Blaues Wunder: Wir waren die einzigen Deutschen!! Das war nun wirklich eine Premiere, die wir nicht vorausgesehen hatten!

Am zweiten Tag sollte uns schon eine längere Wanderung bevorstehen. 16,5 km mit 5-6 Stunden waren ausgeschrieben. Es war leider so warm, dass selbst die gradlinige Wanderung ziemlich anstrengend war. Unterwegs trafen wir auf kleine Spiegelseen und eine atemberaubende Aussicht. Wir liefen durchs Tal und um uns waren hunderte von Wasserfällen, die von den steilen Bergwänden runterliefen. Außerdem konnte man sogar Gletscher entdecken. Wir trafen auf ein Tier, von dem es nur noch ca. 400 Exemplare in ganz Neuseeland gibt: Die Blueduck, wie der Name schon sagt eine blaue Ente. Sowieso war die Vogelvielfalt mal wieder kaum zu übertreffen; Keas, Kakas (auch eine Papageienart), Wekas und die kleinsten Vögel Neuseelands waren überall. Man kam sich immer leicht veräppelt vor, wenn man schon zwei Stunden vor der eigenen Hut auf die riesigen Luxuslodges der geführten Wanderer traf… aber ein Raum mit 20 älteren Männern, die alle schnarchen, hat natürlich auch Stil…

Der dritte Tag war weitaus anspruchsvoller, wenn auch nicht so schwierig wie erwartet. Wir brauchten für 14 km fast 7 Stunden, was vor allem am Anstieg, aber noch mehr am Abstieg lag. Zwei Stunden ging es bergauf bis ich endlich auf einer Höhe von 1154 m angekommen war: Dem Mackinnon Pass. Von oben sollte man eine schöne Sicht auf Täler und Berge haben, leider hat mir jedoch eine dicke Wolkendecke jeglichen Ausblick versagt. Durchgefroren machten wir uns nach langer Pause auf, um wieder runterzugelangen (lustig dabei ist die Anekdote, dass Jonas seine Kamera oben liegen ließ und noch mal hoch laufen musste, zum Glück gibt es die Israelis!). Ich sag euch, ca. 3 Stunden bergab laufen, ist kein Fest. Das sagte mir auch mein Muskelkater am nächsten Tag. Auf dem Weg zur dritten und letzten Hut nahmen wir den Abzweig zu den höchsten Wasserfällen Neuseelands. Die Sutherland Falls sind mir ihren 580 m Höhe wirklich wahnsinnig beeindruckend und wohl auch mein Höhepunkt der Wanderung. Jonas lies es sich nicht nehmen sich bis auf die Unterwäsche auszuziehen und bei gefühlten -10°C kalten Wasser hinter den Wasserfall zu laufen. Sehr lustig anzusehen!

Der letzte Tag war zugleich auch der schlimmste, nicht unbedingt anstrengend, da es 18 km nur eine gerade Strecke über Steine und Pfützen langging, sondern, weil er verdammt nass war! Um halb 8 brachen wir schon im strömenden Regen auf, ließen uns die gute Laune aber trotzdem nicht nehmen. Unterwegs tanzten wir mehrmals unseren Swingbridgetanz, empfehle ich jedem! Auf eine Schwingbrücke stellen und einfach mal drauf tanzen, am besten noch im Regen, das ist ein Spaß!! Das positive am Regen jedoch waren die abertausende von Wasserfällen, die jetzt an den Steinwänden zu unseren Seiten in Massen vorhanden waren. Man läuft durch einen Urwald, rechts und links hohe Berge mit Wasserfällen, man schaut nach hinten und sieht nur Wolken, das war wirklich recht mystisch, aber wunderschön. 13 Uhr kamen wir schließlich an unserem Ziel an, war auch Zeit nach einem 53,5 km Lauf! Leider hieß unser Ziel Sandfly Point, ihr könnt euch vorstellen, was da los war... Die Fähre trug uns durch den Milford Sound, von dem wir leider wegen den Wolken nicht allzu viel sahen, zurück in ein kleines Touristendorf, wo die meisten den teuren Bus zurück nach Te Anau nahmen. Nicht mit uns! Wir hatten schließlich schon genug Geld ausgegeben! Also nutzen wir die einzige Alternative von dort wieder zu unserem Auto zu gelangen: Daumen raus und hoffen. Leichter gesagt als getan, denn ich habe noch nie in meinem Leben so viele verdammte Sandflies gesehen! Übel! Ich mag gar nicht mehr dran denken. Nach einer halben Stunde Horror hielt zum Glück ein älteres dänisches Ehepaar, welches uns sicher zu unserem geliebten Dolly-Auto zurückbrachte. Dann hieß es erstmal Stinkeschuhe und nasse Klamotten aus und weinen, dass die Füße die doppelte Größe erreicht hatten… Man gings mir mies (an dieser Stelle hätte ich gerne etwas Mitleid…).

Alles in allem war es wirklich wunderschön und man MUSS es einfach gemacht haben, aber… ob es das Geld wert war, ist wirklich fraglich. Trotzdem eine tolle Erfahrung.

Marie begrüßte uns dann zum Glück mit gemachten Schnittchen und so waren wir bereit am nächsten Tag nach Christchurch aufzubrechen. Was uns dort erwartete, wussten wir ja schon aus dem Fernsehen, aber es mit eigenen Augen zu sehen, ist einfach… zu krass… Es ist wirklich ein komisches Gefühl durch kaputte Straßen zu fahren, zu sehen, dass jede Straße, die in die Innenstadt führt gesperrt ist und durch Militärmenschen bewacht wird und beim Einkaufen gezählt zu werden, denn nur 400 Menschen gleichzeitig waren zugelassen. Der Verkehr war ein reines Chaos. Viele Gebäude, die man noch von vor 4 Wochen kannte, sind zerstört und… nein, es ist einfach zu übel dieses Gefühl. Es ist grade mal eine Woche nach dem großen Beben um und mittlerweile ist die Zahl der Toten auf 155 gestiegen, viele werden noch vermisst und 50.000 Menschen haben die Stadt bereits verlassen. Gestern Abend erst gab es wieder ein kleineres Nachbeben, welches wir sogar hier 50 km von der Stadt fühlten.

Mein Flug geht (hoffentlich) in 3 Tagen und dann wartet Sydney auf mich und vor allem NIE WIEDER Sandflies (obwohl es wohl in Baden-Württemberg auch welche geben soll… hehe)!!! Ich freu mich drauf :)

auf der ersten Fähre





endlich oben angekommen...zum Glück fast keine Augenringe...



mein Weg ins nichts...


Sutherland Falls

:D


nass...bisschen...

unsere geliebten Swingbridges


YES!

Schade, dass wir uns bald trennen müssen... die zwei Bekloppten werden mir ganz schön fehlen... war ne schöne Zeit mit euch:)