Heute fing also die Arbeit an. Ich traf mich 6.45 mit meinem neuen Arbeitsteam -bestehend aus Lukas und Andre aus Tschechien und zwei islamischen Mädchen, dessen Namen ich leider nicht schreiben kann- und wir fuhren zu einem Vineyard so groß wie ungefähr 4-5 Fußballfelder. Das heißt: Ein großes Feld mit ca. 20.000 kleinen Weinbäumen. Unsere Aufgabe: Innerhalb 10 Stunden bei 28°C im Schatten (nur leider gab es diesen nicht) kleine Äste, Blätter und Unkraut von diesen Bäumen entfernen. 10 schreckliche Stunden in der Hocke verbringen, ständig bücken, wieder aufstehen und das alles bei einer üblen Hitze und ohne Klo. Laufen, sitzen, liegen- kann ich jetzt alles nicht mehr. Rücken, Beine, Po, Nacken- alles putt
:-( Eine an sich total easypeasy (wie hier alle sagen) Arbeit, die jedoch ab einer gewissen Zeit wirklich übel auf den Rücken geht. Jaja, könnte man jetzt sagen, du wolltest es ja nicht anders, bekommst ja wenigstens Geld für… HA…wenn es mal so wäre. Wir bekommen pro Baum 2,5 Cent (!), ich habe heute 20 Reihen gemacht mit ca. 150-200 Bäumen gemacht… wir haben ausgerechnet ca. 63$ für jeden (30€)- für 10 Stunden… Wirklich so gut wie nix. Aber immer noch besser als nix. Und weil es so schön war, darf ich morgen gleich nochmal ran, weil wir natürlich heute nicht alles geschafft haben. Danach habe ich wieder frei bis Mittwoch nächste Woche und dann geht das Cutting an diesen Bäumen los (Zeug abschneiden). Danach ist wieder eine Woche nichts und, wenn dann Jonas da ist und sich schon eingelebt hat, geht das Thinning von Pfirsichen los (aussortieren). Da bekommt man wohl etwas mehr Geld, jedoch auch nur, wenn man etwas erfahrener ist. Na wir werden mal sehen.


Der Abend nach dem schweren ersten Arbeitstag wurde jedoch lustig in geselliger Runde verbracht. So langsam mag ich die guten Tschechen hier. Es waren zwei Maori Männer da, die uns mit guter Laune und lustigen Sprüchen versorgten („Anne you are just 18, maybe we should call your mother and tell her, that you drink beer with some older guys. You need her permission to do that!” (Anne du bist erst 18, vielleicht sollten wir deine Mutter anrufen und ihr sagen, dass du Bier trinkst mit älteren Männern. Du brauchst ihre Erlaubnis dazu!)– ja, sie waren wirklich witzig). Der neue Lieblingsspruch ist jedoch (er kommt aller 2 Minuten) Don’t be shy (sei nicht schüchtern)!! Das wird wirklich zu allem gesagt und ist immer ein Lacher wert. „Anne, do you want some more beer?“ „No, thanks, I had enough.“ “Oh, don’t be shy!” oder “Anne, do you want to have sex with Thomas? Or maybe with Alex?” “Oh, that’s really nice, but not necessary.” “Oh, don’t be shy!” (das werde ich nicht übersetzen). Verdammt lustig was hier immer für Sprüche fallen, aber wahrscheinlich müsste man dabei sein, damit es lustig ist… Tut mir Leid, ich wollte nur auch mal meinen Spaß mit euch teilen ;) Bin am Donnerstag auch wieder zu Barbecue and Beer eingeladen
I will not be shy
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| in geselliger Runde Maori-Guy Jacob, Mitbewohnerin Eva, Maori-Guy Pete, Mitbewohner Thomas (von links nach rechts) |
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| oben meine Zimmergenossin, Maoriguy Jacob, Eva |
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