Gestern war zur Abwechslung mal ziemlich gutes Wetter, weswegen ich mir auch prompt Sonnenbrand geholt habe. Es ist kein Vergleich zu einem sonnigen Tag in Deutschland, aber da über Neuseeland direkt das Ozonloch ist, sollte man hier wirklich bisschen aufpassen. Allerdings hatten wir es verpennt Sonnencreme mitzunehmen… schade, jetzt bin ich eine Tomate.
Nachdem ich vorgestern ziemliches Heimweh hatte, ein bisschen weinend im Hostel saß und ein lustiger Mensch auf mich zukam und meinte; „Oh don’t be sad. You want a free hug? Then everything will be better.“, mich dann in den Arm nahm, mir seinen lustigen Ohrring zeigte und mir erklärte wieso ihn sein Vater Elvis genannt hat (er war Elvisfan) und es mir dann besser ging, hatte ich wieder eine wunderbar anstrengende Nacht. Dafür sollte jedoch der nächste Tag umso erfreulicher werden. Marai und ich fuhren mit der Fähre (auf der wir natürlich, wie könnte es anders sein, 5 deutsche Mädels trafen, rückzu im übrigen nochmal 3 Deutsche) zu Rangitoto, einem Vulkan, der vor 600 Jahren ausgebrochen war und jetzt als Insel für Touristenwanderungen ausgeschrieben ist. Auf dieser „Insel“ wohnen sogar ein paar wenige Menschen, ohne Strom und Wasser, ohne Einkaufsmöglichkeit und Transportmittel. Ganz süße kleine Häuser. Es ist wirklich wunderschön dort. Überall schwarze getrocknete Lava, kleine Strände, tiefer Urwald (ich habe meine erste Spinne in Neuseeland entdeckt!), verrückte Vögel und einfach eine wunderschöne Landschaft. Bis auf den Vulkan haben wir es allerdings nicht geschafft, dafür sind wir aber 3-mal im Kreis gelaufen- muss ja.
| why worry... |
Abends haben wir uns mit einem Mittdreißiger Engländer, welcher schon seit 2 Jahren in Australien und jetzt in Neuseeland wohnt, die fast schöne Stadt bei Nacht angeschaut und festgestellt: In Auckland sollte es lieber immer Nacht sein. Ich freu mich schon, wenn ich hier mal rauskomme. Marai fährt jetzt weiter zur Bay of Plenty Richtung Nordosten und hofft dort auf einer Kiwifarm Arbeit zu finden. Ich warte noch auf Jonas, keine Ahnung wo ich die Nächte noch verbringen soll, ich kann dieses Hostel nicht mehr sehen, und dann… mal weiter sehen. Habe in dem Cafe, wo Jonas bald arbeitet angefragt und ansonsten fahr ich vielleicht auch Richtung Bay of Plenty, da soll es wirklich viel Farmarbeit geben. Werde wohl heute den Tag alleine verbringen, vielleicht mal zum One Tree Hill fahren oder ein paar Museen besuchen und dann morgen endlich auf Jonas treffen und nicht mehr einsam sein- das wird schön J
In Neuseeland war übrigens die letzte Nacht Zeitumstellung, eine Stunde vor, sprich Sommerzeit. Was eher bescheiden ist… denn bei euch ist jetzt bald eine Stunde zurück… d.h. uns trennen weitere 2 Stunden… weniger Rechnerei, dafür wird es mit in Kontakt bleiben wirklich langsam sehr kompliziert- aber wir schaffen das, das weiß ich.
Ich vermiss euch alle wahnsinnig!
| Countdown zur Rugbyweltmeisterschaft... ja, die spinnen die Neuseelaender |
| Marai und ich |
Habe jetzt übrigens eine neuseeländische Handynummer, wenn mir also jemand Sms schreiben will oder mich anrufen, einfach unter:
0064220174347
oder
+64220174347
wenn ihr mich von Deutschland billig aufs Handy anrufen wollt, dann meldet euch mal per Facebook bei meiner Mama, die hat da eine Seite, das kostet 9ct pro min. Ansonsten versucht doch bei Skype online zu sein, ich weiß immer nicht wie ich es schaffe, aber vielleicht klappt es ja zufällig mal.
Und verzeiht mir, wenn ich nicht auf jede Email antworten kann. Es ist sehr schwer in einer Stunde Internet immer alles zu schaffen. Ich brauch ja schließlich auch Unterkunft und Arbeit.
Apropo, habe von Jonas' Cafe eine Absage bekommen, wie könnte es anders sein. Es ist ein wenig deprimierend. Keine Ahnung, was ich jetzt machen soll oder wo ich überhaupt heute Nacht schlafen soll. Warte erstmal auf Jonas, den Retter in der Not.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen